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Liebst du deinen Körper?

Liebst du deinen Körper? Alles an ihm? Liebst du ihn auch wenn er mal nicht das leistet, was du gerne hättest? Findest du dich schön, auch wenn nicht alles so ist wie du es dir wünschen würdest?

Wie du zu deinem Körper stehst, hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie lustvoll du mit deinem Körper sein kannst. Aber auch darauf wie frei und unbeschwert du dich fühlst in deiner Sexualität, denn der Bezug zu unserem Körper ist in der Regel recht eng gekoppelt mit unserem Selbstwert.

Ein paar Gedanken zu diesem Phänomen und wie du zu einem besseren Körpergefühl kommst, findest du in diesem Artikel (inkl. einer geführten Reise zu deinem Körper, als herunterladbares PDF und Audio-MP3-File).

Der ideale Körper

idealvorstellungenVon der Werbung und den Medien „umzingelt“ mit Idealvorstellungen, die kaum je zu erreichen sind, erleben nicht wenige Menschen ihren Körper als nicht in Ordnung. Das hat häufig tiefgreifende Auswirkungen auf die Fähigkeit in der Sexualität wirklich loszulassen (und das braucht es in der Regel, um Orgasmen zu erleben).

Auch im Bett sollen wir den Idealen entsprechen, welche uns tagtäglich nahe gelegt werden: Schön, intelligent, flexibel, leistungsfähig, schlank, sexy, "Mega-Lover", … sprich „einfach perfekt“. Wenn man dann zu all dem auch noch das Gefühl kriegt, dem Partner nicht wirklich genügen zu können, führt dies zu ziemlich viel Stress, was absolut kontraproduktiv für eine gute Sexualität ist und häufig dazu führen kann, dass man immer weniger Lust drauf hat.

Woran erkennst du, dass du dich unter Druck setzt? Zum Beispiel daran, dass du beim Sex nicht entspannt sein kannst oder dauernd mit irgendwelchen Gedanken beschäftigt bist: „Was soll ich als Nächstes tun? Findet sie/er gut, was ich tue? Hoffentlich sieht er meinen Bauch nicht. Was ist, wenn ich zu früh komme, „er“ nicht steht? Ich sollte langsam in Fahrt kommen, sonst löscht es ihm/ihr ab.“

Der Körper als Maschine

Der Umgang mit dem Körper scheint mir in unserer Kultur von einem sehr mechanistischen Weltbild geprägt zu sein: Der Körper soll funktionieren, ansonsten bringt man ihn zum Arzt, der ihn wieder richten soll. Ja, ja, natürlich pflegen wir uns und halten unseren Körper möglichst fit. Aber meist doch eher wie ein Wartungsprogramm, ein regelmässiger Service wie beim Auto, damit eben alles so perfekt wie möglich ist und auch bleibt: seidenglatte Haut, keine Falten, fit und jung (geblieben), straffer Po, Sixpack, usw.

Was dabei meist auf der Strecke bleibt ist ein liebevoller Bezug zum eigenen Körper. Mal ehrlich: Wie oft muten wir dem Körper Dinge zu, von denen wir wissen, dass sie ihm nicht wirklich gut tun? Wie oft empfinden wir unseren Körper oder einzelne Körperteile gar als Feind?

Zuweilen frage ich Klienten/Klientinnen, ob sie ihrem eigenen Kind oder ihrem geliebten Haustier dasselbe zumuten würden, wie sich selbst und ihrem Körper. Die Antwort darauf ist von allen Befragten bis jetzt durchwegs dieselbe: „Auf gar keinen Fall!“. Ist das nicht erstaunlich und erschreckend zugleich?

Aber wie ginge es anders?

Was bringt dir konkret ein liebevollerer Zugang zu deinem Körper und wie findest du den Weg dazu?

Ein liebevoller Umgang: Dein Gewinn

Einerseits ist es so, dass man bedeutend besser Sorge trägt zu etwas, was man gerne hat. Man ist einfach achtsamer mit dem eigenen Körper. Dadurch sind die Chancen grösser gesund zu bleiben und zwar auch wenn du älter wirst.

seinen koerper lieben

Andererseits "belohnen" einem Körperteile, die man gerne hat, indem sie offener sind für Sinnlichkeit. Das ist nicht viel anders als in einem Team oder in einer Familie: Wer positive Aufmerksamkeit bekommt, hat auch ein Interesse daran etwas Positives zum Ganzen beizutragen.

Ich möchte das mit zwei konkreten Beispielen aus meiner Arbeit in der Praxis verdeutlichen:

Wenn eine Frau ihre Brüste aus irgendeinem Grund ablehnt, wird sie in der Regel nicht, oder nur reduziert, fähig sein dort Lust zu empfinden. Aus konkret erlebter Praxis kann ich sagen, dass da wahre Wunder geschehen, sobald ein liebevoller Kontakt zu den Brüsten entsteht.

Lehnt ein Mann sein Genital teilweise oder ganz ab, wird dieses häufig auf irgendeine Art und Weise darauf reagieren (z. B. Erektionsprobleme, Schwierigkeiten mit dem Orgasmus oder frühzeitige Ejakulation). Kann ein Mann in einen positiven Kontakt mit "ihm" kommen, kommt es immer wieder vor, dass sich sexuelle Probleme entschärfen oder ganz auflösen.

Letztendlich trägt ein positives Körpergefühl aber auch sehr viel bei zum allgemeinen Wohlbefinden, zu einem gesteigerten Selbstwert (unabhängig von den uns vorgesetzten Körperidealen) und zur sexuellen Selbstsicherheit bei. Das Bild dieser 85-Jährigen finde ich diesbezüglich sehr beeindruckend.

Den Körper zu lieben, der einem das ganze Leben begleitet und einem gedient hat, ist eines der grössten Geschenke, die man sich selber machen kann!

Ein möglicher erster Schritt

Weiter unten möchte ich dich zu einer kleinen Reise mit dir selbst verführen, welche mich selbst immer wieder dabei unterstützt zu einem positiveren und lebendigeren Körperbezug zurück zu kommen. Einerseits wenn ich z. B. aus Stress-Situationen komme (da verliert man schnell mal den Körperkontakt), aber auch grundsätzlich und nachhaltig. Sie steht dir als Text und als Audio-Datei zur freien Verfügung.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine gute Reise und im nächsten Teil der Serie geht es weiter mit Auswirkungen negativer Erfahrungen auf den Körper und wie diese uns blockieren oder hemmen können .

Bis bald

Nicole

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Ein Date mit deinem Körper

Die Reise mit dir selbst kannst du dir entweder als PDF runter laden und es vorab lesen oder du benutzt die Audio-Datei, in der ich einen Ablauf (auf Schweizerdeutsch) aufgenommen habe, so dass du dir nicht alles merken musst. Beide Dateien sind weiter unten zu finden.

Solltest du eine Reise machen wollen, die auf dich persönlich abgestimmt ist, dann begleite ich dich gerne in meiner Praxis. Zuweilen kann eine persönliche Begleitung auch sinnvoll sein, weil es im Beisein eines anderen Menschen tiefer gehen kann und zuweilen schneller wirkt.

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Bildquellen

sich selber umarmende Frau: ©Anemone123 2381652 / pixabay.com
Gräser hinter Titelbild: Luidmila Kot auf Pixabay
Laufsteg: ©Pexels 1840941 / pixabay.com
Hände (PDF): ©gemphoto 8156466 / depositphotos.com
85-jährige Frau: ©rinderart 3918450 / depositphotos.com

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