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Systeme und ihre Wirkung

Unten findest du ein paar Beispiele, die deutlich machen, wie Systeme mit ihren Wertungen und Prägungen wirken können.

Wenn durch systemisches Coaching klar wird, was eigentlich wirkt, eröffnet sich die Möglichkeit für Veränderung.

Kinder und Trennung

Paar mit Problemen

Wenn Eltern sich tren­nen ist das immer eine Heraus­for­de­rung für die Kin­der.

Zuwei­len pas­siert es, dass man es nach einer Tren­nung mit einem Kind be­son­ders schwer hat. Das Kind bockt, ist auf­säs­sig, zieht sich zu­rück, wird wort­karg, usw. Man ver­sucht die Be­zie­hung zum Kind wie­der zu ver­bes­sern, aber es än­dert sich nicht viel. Das kann ziem­lich schmerz­haft sein und viel Ener­gie kosten.

Aus der Sicht der Systemik be­trach­tet ist es so, dass sich häufig ein Kind mit einem der Eltern­teile soli­dari­siert und so­zu­sagen für die­sen "kämpft".

Das kann pas­sieren, wenn das Kind das Ge­fühl be­kommt, es sei etwas nicht im Gleich­ge­wicht. Das Gleich­ge­wicht kann ge­stört sein, wenn noch viel Un­ver­ar­bei­te­tes in der Luft liegt, usw.

Was hier sehr wichtig ist: Wenn der oben be­schrie­bene Me­cha­nis­mus wirkt, dann ver­hält sich das Kind nicht ein­fach ohne Grund so schwierig. Nein, das Kind ver­sucht die Be­zie­hung der Eltern wie­der ins Gleich­ge­wicht zu be­kom­men.

Wenn man das als Eltern er­kannt hat, dann wird auch klar wo man seine Energie rein geben sollte: Näm­lich in die Klä­rung der Be­zie­hung zum Ex-Partner.

Das Kind kommt in der Regel dann wie­der mehr zur Ruhe*, wenn das Gleich­ge­wicht in der Be­zie­hung der Eltern wie­der her­ge­stellt ist.

Ursprungsfamilie

matrioska

Das Umfeld, in dem wir auf­wach­sen, ist DER Ort, wo wir unsere erste Prä­gung er­fah­ren. Eini­ges davon wird im spä­teren Leben von uns hin­ter­fragt. Was wir gut fin­den füh­ren wir fort, den Rest leh­nen wir in der Regel ab.

Es gibt je­doch auch ver­bor­ge­ne Muster aus der Fami­lie, weil sie auf einer sehr subti­len Ebene wirk­ten.

Diese zu er­ken­nen und auf­zu­lö­sen, kann sehr we­sent­lich sein da­für, wirk­lich sein ei­ge­nes Le­ben le­ben zu kön­nen und Part­ner­schaf­ten auf Au­gen­höhe zu füh­ren.

Ein Frauenbeispiel

Wertete der Vater Aspekte der Weib­lich­keit (z. B. Ge­fühle) ab, kann es für eine Toch­ter, die ihren Vater liebt, schwie­rig sein Ge­fühle zu zei­gen. Oft wird sie versuchen seinen Wer­ten zu ge­nü­­gen und wird sel­ber männ­­li­che As­pek­te hö­her be­wer­ten als weib­­li­che ("ein India­ner kennt kei­nen Schmerz und wei­nen tut man erst recht nicht").

Folgen solch einer Prägung können sein, dass sie zu wenig auf ihren Körper ach­tet und sich immer wie­der über­for­dert. In der Sexu­a­li­tät ist Hin­ga­be häu­fig eher schwie­rig.

Ein Männerbeispiel

Männer, deren Müt­ter Männ­­lich­­keit ab­wer­ten, haben es nicht so ein­fach in ihre Männ­lich­keit zu kom­men. Wa­rum? Weil die Mut­ter ihren Sohn ganz of­fen oder un­ter­­schwel­­lig da­zu an­hal­ten wird, nicht so zu wer­­den wie "Män­ner" ihrer Mei­nung nach sind (un­sen­si­bel, ag­gres­siv, wol­len eh im­mer nur das Eine, etc.). Durch solch ei­nen Ein­fluss ist man als Mann häu­fig von ei­nem Teil sei­­ner männ­­li­chen Iden­­ti­tät ab­­ge­­schnit­­ten.

Folgen davon kön­nen sein: Mühe sei­ne ei­ge­­nen Gren­zen zu spü­ren und zu wah­ren, eher Kon­flik­te ver­mei­dend und Si­tua­tio­nen aus­hal­tend, die sich nicht wirk­lich gut an­füh­len. In der Sexua­li­tät kann es sein, dass er sanft und rück­sichts­voll ist, aber die Frau nicht wirk­lich "nimmt".

Arbeitsplatz

Unstimmigkeiten in einem Be­trieb sind auf die Dauer sehr be­las­tend, weil wir in der Regel dort viel Zeit ver­bringen und dem "ver­gif­te­ten" Betriebs­klima nur schlecht aus­wei­chen können.

Es kann zum Bei­spiel sein, dass ein Mit­arbeiter auf stur stellt, dauernd aus­weicht oder sogar das Team sabo­tiert. Wir kön­nen in Situa­tio­nen ge­raten, wo wir ge­mobbt werden oder mit­er­le­ben, wie jemand ande­res Mobbing aus­ge­setzt ist. Oder ein Team ist durch Um­struk­tu­rier­ungen an­ders zu­sam­men­ge­setzt und es fühlt sich nicht mehr gut an.

All diese Phäno­mene haben ir­gend­wo ihre Grün­de, die je­doch häufig im Ver­bor­genen blei­ben, weil die Kar­ten nicht auf den Tisch ge­legt werden. Sei dies aus tak­­ti­schen Grün­den oder aus Angst. Oft ist auch den di­rekt Be­trof­fe­nen nicht be­wus­st, was da ei­gent­lich im ei­ge­nen In­ne­­ren und im Aus­sen al­les wirkt.

Sobald durch das syste­mi­sche Coa­ching klar wird, wel­ches "Spiel" ge­spielt wird, gibt dies die Mög­lich­keit Korrektur­mass­nahmen zu er­greifen.

Bildquellen

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